Unterstützter der Toleranz-Tunnel:
Dr. Felix Klein, Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Schirmherr des Projektes Toleranz-Tunnel
Maria Behrens, Vorsitzende des Fördervereins der Musikschule Ouagadougou A.M.E.M. e.V.
Iris Berben, Schauspielerin
Jürgen Berghahn, Mitglied des Landtages NRW
Hans Bertels, Kanzler Hochschule für Musik Detmold
Dieter Bökemeier, Pfarrer
Walter Brinkmann
Katrin Budde, Mitglied des Bundestages, Vorsitzende Ausschuss Kultur und Medien
Ali Can, Leiter des VielRespektZentrum Essen
Christian Dahm, Mitglied des Landtages NRW
Dr. Karamba Diaby, Mitglied des Bundestages
Dr. Joachim Eberhardt, Bibliotheksdirektor
Dr. Thomas Feist
Katrin Girlich
Prof. Dr. Rebecca Grotjahn, Musikwissenschaftlerin
Dr. Gregor Gysi, Mitglied des Bundestages
Dr. Uwe Günther, Deutsch-israelische Gesellschaft, Vorstand der AG Bielefeld
Bettina Hanke-Postma, Beauftrage für christlichen-jüdischen Dialog
Georg Heckel, Intendant Landestheater Detmold
Werner Holtmann
Dr. Sarah Kass, Leitung Deutsches Institut für Erinnerungskultur
KrisKarus, Musiker
Christoph Laue
Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW, Bundesministerin a.D.
Bürgermeister Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa in Berlin
Helge Lindh, Mitglied des Bundestages
Dr. Dennis Maelzer, Mitglied des Landtages NRW
Prof. Dr. Paul Mecheril, Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Migration
Roderick Miller, Vorsitzender Tracing the Past e.V.
Landrat Jürgen Müller, Kreis Herford
Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Rhein-Kreis Neuss
Micheline Prüter-Müller, Geschäftsführerin Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.
Gudrun Mitschke-Buchholz, Historikerin
Martin Rabanus, Mitglied des Bundestages
Laura Relitzki, Studentin, Vorsitzende des Fördervereins der Musikschule Ouagadougou A.M.E.M. e.V.
Zwi Rapoport, Landesverband der jüdischen Gemeinden Westfalen-Lippe K.d.ö.R.
Pierre Sanoussi-Bliss, Schauspieler
Ulla Schmidt, Mitglied des Bundestages, Bundestagsvizepräsidentin a.D.
Robert Schupp, Schauspieler
Stella Schwake, Studentin
Stefan Schartze, Mitglied des Bundestages
Dr. Christian Staffa, Evangelische Akademie zu Berlin
Ellen Stock, Mitglied des Landtages NRW
Friedrick Straetmanns, Mitglied des Bundestages
Benjamin Strasser, Mitlgied des Bundestages
Angelika Thiel-Vigh, Leitung Koordinierungsstelle Tolerantes Brandenburg
Dirk Ukena,
Volkshochschuldirektor i.R. Bielefeld
Robin Wagener, Richter
Wallbrechter, Cäcilie & Johannes
Wallbrechter Josepha, Klösterl Apotheke
Blanka Weber

Was das Projekt vermitteln will

Anhand konkreter historischer Beispiele verdeutlicht der Toleranz-Tunnel, dass Intoleranz, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und hasserfüllte Sprache zu Diskriminierung und Gewalt gegen Minderheiten führen - eine Entwicklung, an deren Ende schlimmstenfalls ein Genozid stehen kann. 

Der Besucher lernt: Völkermorde dürfen nicht abgetan werden als isolierte Phänomene „ihrer Zeit“, vielmehr gilt „wehret den Anfängen“.

 

Wer vermeintlich neutral bleiben und sich „raushalten“ möchte, hilft in Wahrheit radikalen Minderheiten, ihre haßerfüllten Ideologien unwidersprochen zu verbreiten. 

 

Die Ausstellung zeigt die zentrale Bedeutung des gesprochenen Wortes, des gegenseitigen Respektes, der Zivilcourage und der Toleranz, verstanden als gedeihlicher respektvoller Umgang miteinander und mit unseren Unterschieden.

 

Ihre Bedeutung zu kennen und für sie einzutreten ist fundamentales zivilisatorisches Rüstzeug einer modernen, heterogenen Gesellschaft.

 

So wird das "moralische Aktionspotential" für Respekt, Toleranz und Menschlichkeit gestärkt.

 
 

Maßnahmen

Wir wollen Toleranz-Tunnel jeweils für einige Wochen auf öffentlichen Plätzen, vor Schulen, Universitäten, Betrieben, religiösen Einrichtungen oder in öffentlich zugänglichen Gebäuden aufstellen.

Die Toleranz-Tunnel sind auffällig und einladend gestaltet. Sie enthalten Bilder, Texte und interaktive Elemente. Es ist ein niedrigschwelliges Angebot, das selbständig oder geführt wahrgenommen werden kann.

Hierfür brauchen wir lokale Partnerinstitutionen und Freiwillige. Partnerinstitutionen vor Ort nehmen die Tunnel auf, identifizieren Freiwillige und erhalten Materialien und Unterstützung für die Ausbildung dieser Freiwilligen als Lotsen für Besucher.

Toleranz-Tunnel verweisen auf Inhalte im Internet, die die physisch bereitgestellten Informationen aufnehmen und vertiefen. Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Institutionen werden gezielt mit ergänzenden Materialen angesprochen und unterstützt.​ So wird der Impuls, der durch den Besuch der Toleranz-Tunnel erzeugt wird, gezielt in den Alltag vieler Menschen verlängert und ein nachhaltigerer Eindruck erzeugt.​ 

 

Weitere Informationen zur konkreten Gestaltung der Tunnel finden Sie hier:​

 

Inhalte

 

Toleranz-Tunnel bestehen aus vier Wänden: 

  • Die "Holocaustwand" - Hier werden der Holocaust und die Verbrechen der Nationalsozialisten thematisiert. 

  • Die "Wand der anderen Völkermorde" - nachfolgend die Darstellung aus Mexiko, die für den Toleranz-Tunnel Deutschland überarbeitet und angepasst wird.

  • Die Wand "Vorurteile und Diskriminierung" -  Hier werden grundsätzliche Informationen zu Vorurteilen, Diskriminierung und der Entwicklung von Gewalt vermittelt.

  • Die "Toleranzwand" - hier erfährt man die Bedeutung von gegenseitigem Respekt, von Engagement, Zivilcourage und wie wichtig es ist, seine Stimme gegen Respektlosigkeit und Intoleranz zu erheben. ​

 

 

​Die Bilder stellen das mexikanische Original dar, das für Deutschland noch angepasst wird. In der deutschen Version sollen z.B. auch lokale Bezüge zum Ausstellungsort hergestellt und interaktive Elemente eingebettet werden.​

Materialen für Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Institutionen verstärken und ergänzen die Wirkung der physischen Toleranz-Tunnel. Die Auseinandersetzung mit  respektlosem Verhalten, mit Intoleranz, Diskriminierung, Antisemitismus, Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit erfolgt damit auch im jeweiligen alltäglichen Umfeld. 

 

Der konkrete Ablauf

 

Im Dialog werden interessierte und seriöse Partnerinstitutionen für die Aufstellung eines Toleranz-Tunnels identifiziert, z.B. Kommunen, Religionsgemeinden, Bildungseinrichtungen, Betriebe, Shoppingcenter etc.

  • Die Partner erhalten konzise Informationen:

    • Empfehlungen zur Vor- und Nachbereitung der Aktion, 

    • Empfehlungen zur Einbindung lokaler Institutionen und Multiplikatoren, Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Institutionen

    • Anregungen und Hinweise zur Aufbereitung lokaler Bezüge,

    • Materialien für die Evaluation.

  • Abschluss eines Vertrages zwischen Partner und Toleranz-Tunnel e.V. sowie Festlegung eines Termins.

  • Vorbereitung und Begleitung der Aufstellung des Toleranz-Tunnels durch Maßnahmen in den Medien jeweils durch Partner und Toleranz-Tunnel e.V..

  • Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Institutionen werden informiert, mit Informations- und Schulungsmaterialien ausgestattet und möglichst zum Mitmachen animiert.

  • Transport und Aufbau des Tunnels durch Toleranz-Tunnel e.V. 

  • Einsatz des Toleranz-Tunnels beim Partner, unterstützt durch lokale Freiwillige, in der Regel über einige Wochen hinweg, begleitet durch Evaluationsmaßnahmen.

  • Durchführung begleitender Maßnahmen an Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Institutionen, ggf. gekoppelt mit einem gemeinsamen Besuch des Toleranz-Tunnels und selektiv begleitet durch Evaluationsmaßnahmen zur iterativen Optimierung des Angebotes

  • Abbau und Abtransport des Tunnels durch Toleranz-Tunnel e.V. 

  • Gemeinsame Nachbereitung und abschließende Evaluation.

 

Der lokale Bezug

 

Zum Thema Genozide und zum Themenkomplex Respekt und Intoleranz werden jeweils lokale Bezüge zu Ereignissen am jeweiligen Ausstellungsort hergestellt. Dafür werden auf beiden Wänden einige Flächen reserviert, die von den lokalen Organisatoren gefüllt werden können, aber nicht gefüllt werden müssen.​
 

Beispiele für lokale Bezüge zum Thema Holocaust:

  • In einigen Städten kann auf bereits geleistete Arbeit verwiesen werden wie z.B. in Detmold auf das Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold.

  • Das Projekt Mapping the Lives / Tracing the Past bietet (neben der Option, Opfer in einer übergreifen Datenbank zu recherchieren,) auch die Möglichkeit, selber Daten ins Internet einzuspeisen. Diese Option wird bereits von einigen Schulen im Rahmen ihres Unterrichtes genutzt und stellt eine gute Ergänzung des Toleranz-Tunnels dar.

Beispiele für den lokalen Bezug beim Thema Respekt bzw. Intoleranz:

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Ergänzende Materialen,

Schulungsangebote& Informationen

Digitale und interaktive Elemente ergänzen und vertiefen die physisch bereitgestellten Informationen. Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Institutionen erhalten Informations- und Schulungsmaterial zum Thema.

Dabei wird insbesondere auch zur Reflexion auf das konkrete Umfeld, eigene Verhaltensweisen und Denkschemata und typische Verhaltensmuster im jeweiligen Umfeld angeregt und zur aktiven Mitarbeit aufgefordert:

  • Welche Opfer des Nationalsozialismus gab es in meiner Region? Option für Lehrer und Schüler, eigene Recherchen anzustellen und die Daten im Internet anzureichern. 

  • Informationen zu anderen Völkermorden und ihren Ursachen.

  • Wie verhalten sich Menschen in Anbetracht von Völkermorden in ihrer Umgebung und was lernen wir daraus?

  • Welche aktuellen antisemitischen oder rassistischen Vorkommnisse gibt es in der jeweiligen Ausstellungsumgebung?
     

  • Welche Formen des respektlosen Verhaltens bis hin zur Intoleranz und Diskriminierung gibt es heute in unserer Gesellschaft und am jeweiligen Ausstellungsort? Wie wird damit konkret umgegangen? 

  • Wie erleben Menschen in den jeweiligen teilnehmenden Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Institutionen respektloses Verhalten, Intoleranz und Diskriminierung? Wie geht das Umfeld konkret damit um? An wen können sich Betroffene oder Beobachter wenden?

  • Wie kann jeder konkret Respekt, Toleranz und Menschlichkeit stärken und respektlosem Verhalten, Intoleranz, Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung entgegen wirken?

  • Welche Vorurteilsmuster weisen Besucher oder Menschen an teilnehmenden Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Institutionen aktuell auf?
    Besucher und Interessenten werden auf den sogenannten „Implicit Association Test“ verwiesen und können so eigene Denkschemata überprüfen und zu einer Auseinandersetzung mit eigenen Vorurteilen angeregt werden.

  • Wie redet man mit Extremisten?
     

  • Informationsquellen über Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus z.B.:

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Das Konzept

Hier finden Sie ein mehrseitiges Konzept, welches das Projekt der Toleranz-Tunnel ausführlicher beschreibt.

 

Unser mexikanisches Vorbild ​

Das Konzept der Toleranz-Tunnel stammt aus Mexiko.

 

Das Museo Memoria y Tolerancia in Mexiko-Stadt hat im Rahmen eines vom deutschen Auswärtigen Amt geförderten Projektes Tunnel zur Förderung von Toleranz und Mitmenschlichkeit gebaut und auf die Reise geschickt. 

Die vier Tunnel konnten in knapp zwei Jahren an rund 160 Standorten in ganz Mexiko eingesetzt werden. Über 250.000 Menschen füllten nach Besuch einen Fragebogen aus. Bei vorsichtiger Schätzung wurden wohl etwa 750.000 - 1.000.000 Menschen erreicht.

 

Wir möchten dieses erfolgreiche, erprobte und didaktisch hervorragende Modell jetzt auch nach Deutschland bringen.

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Erinnerung, Respekt, Toleranz & Menschlichkeit

Kontakt:

vorstand(at)toleranz-tunnel.org